Mittwoch, 25. Mai 2011

Der Galgenbaum (Teil 4) – Von Drähten und Bäumen

Nachdem die Figuren soweit fertig sind braucht das „Galgenbaum“- Diorama natürlich noch den Baum selbst. Nach einigen Recherchen zum Thema Baumbau habe ich einigen Tutorials entnommen, daß es zwei Möglichkeiten gibt Bäume auf natürliche Weise darzustellen.
Da hätten wir das Sammeln von passen Ästen die anschließend mit Küchenkräutern oder Modelleinsenbahn Streu belaubt werden können. Eine weitere Möglichkeit wäre der gute alte Drahtbaum, wie ihn wohl jeder von uns im Werken in der Grundschule mal angefertigt hat. Ich habe mich für letztere Methode entschieden, da sie mir um einiges schneller und flexibler erschien und man den Draht nach belieben biegen kann.
 









Ohne ein kleines Naturstudium geht es natürlich nicht und somit bin ich offenen Auges durch den Wald gegangen und habe Onkel Google zu einigen Detailaufnahmen von Rinden und Ästen bestimmter Baumarten befragt.
Mein Baum sollte knorrig und sogar leicht gespenstisch wirken, somit erschien eine Weide am besten zu passen. Das Diorama soll ja kurz vor dem Wintereinbruch spielen und die Äste somit kahl sein, was sich jedoch um einiges schwieriger zu realisieren gestaltete, als viele Bereiche des Baumes hinter Belaubung zu verstecken.
Das Drahtgestell besteht aus Blumendraht, der mit einer Zange und den Händen in die entsprechende Form gebracht wurde. Somit stand das Grundgestell schon einmal. Anschließend wurde das Gestell mit Modellgips überzogen und mit einem Zahnstocher das Muster der Rinde modelliert und eingeritzt. Problematisch waren die sehr kleinen Verzweigungen am Ende der Äste.
 









Diese wurden zuerst aus sehr dünnen Kupferdrahtstückchen gebaut, der sich jedoch sehr schwer bemalen läßt. Danach habe ich ein wenig mit vorher eingefärbter aufgedrehter Paketschnur herumexperimentiert. 
Übergänge wurden mit Vallejo Putty nachbearbeitet und danach wurde der Baum in Antrazith grundiert. Der Bau des Baumes dauert dennoch um einiges länger, als zuerst angenommen, für die Darstellung der kleinen Verästelungen einer Weide habe ich bis dato auch noch keine passende Alternative gefunden. Damit kann die Endphase beginnen.

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